Bezahlen im Internet

Einführung der mobilen TAN an den DHL Packstationen

2012-11-03 21:44 von DMadmin (Kommentare: 0)

Abholung von Paketen jetzt noch einfacher und sicherer

Pakete für PackstationIn den vergangenen Monaten waren Packstationskunden vermehrt Opfer von Phishingmails geworden; wenn sie auf diese antworteten, wurden ihre persönlichen Daten missbraucht. Auch Paketstationsnummern wurden auf diese Weise erschlichen. Um den Missbrauch persönlicher Daten und Diebstahl beim Paketversand auszuschließen, reagierte DHL jetzt mit dem Wechsel vom herkömmlichen PIN-Verfahren zum mTAN-Prinzip (mobile Transaktionsnummer). Am 29. Oktober hat DHL Deutschland an allen seinen 2.500 Packetautomaten bundesweit das neue Bedienungsverfahren eingeführt.

Die mTAN funktioniert unkompliziert und bequem

Wenn das Paket in der Packstation liegt, erhält der Kunde zusammen mit der Sendungsbenachrichtigung eine 4-stellige mTAN per SMS direkt auf sein Handy geschickt. Die mTAN ist zwar transaktionsgebunden, dass heisst, sie gilt nur für einen begrenzten Zeitraum, doch wenn der Kunde mehrere Pakete erwartet, kann sie für alle Sendungen gelten. Die Gültigkeit der Nummer verlischt erst dann, wenn das letze Paket aus der Station entnommen wurde. Für die Entnahme benötigt der DHL-Packstationskunde wie bisher seine Goldcard – und an Stelle des üblichen PIN jetzt die zur Sendung gehörige mTAN.

Mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit: Große Vorteile der mTAN für die Kunden

An erster Stelle bietet das mTAN-Verfahren Sicherheit vor Trojanern, Phishing- oder Pharming-Angriffen, da die Transaktionsnummer nur einmalig für die jeweilige Transaktion gültig ist und nicht per Email, sondern über das Mobiltelefon abgewickelt wird. Außerdem ist das Prinzip noch bedienungsfreundlicher, da man sich als Nutzer keinen separaten PIN merken oder notieren muss. Natürlich muss man sein (betriebsbereites) Handy bei der Abholung des Paketes in Reichweite haben – doch das führen die meisten Menschen ohnehin meist mit sich. So viel ändert sich für den Kunden also nicht, denn die mTAN wird nur für die Abholung der Sendungen gebraucht. Das Versenden der Pakete ist weiterhin an der Packstation mit Goldcard oder auch ohne Registrierung möglich.

Einfach und schnell für die mTAN-Funktion bei DHL registrieren

Da die mTAN aus Sicherheitsgründen ausschließlich per SMS verschickt wird, muss man seine aktuelle Mobilfunknummer einmalig auf Paket.de hinterlegen. Dazu einfach auf Paket.de einloggen, unter „Meine Daten“ die zum Nutzer gehörige Mobilfunknummer eingeben und unter „Paketbenachrichtigung“ das Häkchen bei „SMS“ aktivieren.

mTAN-Sicherheit Pluspunkt für Online-Bestellungen

Auch für Onlineshop-Betreiber bringt die Paketversendung über die Paketstationen von DHL mit dem neuen mTAN-Verfahren ein dickes Plus an Sicherheit: Je weniger Angriffsfläche der Bestellvorgang im Internet für Phishing-Attacken bietet, desto mehr Kunden erhalten ihre bestellte Ware problemlos und sicher. Der Onlineshop schließt damit die (ungewollte) Weitergabe der Daten an Dritte aus seinem Bestellvorgang aus. Rund 3 Millionen Kunden nutzen bislang schon die Paketautomaten, an denen 7 Tage die Woche und rund um die Uhr Pakete empfangen werden können – und können sich jetzt über Sicherheitsstandards bei der Abholung ihrer Bestellungen freuen, die bisher nur für Online-Banking üblich war.

Angreifer aus dem Internet versuchen es auch über die mTAN

Das mTAN-Verfahren ist gerade deshalb so sicher, weil die Bestellung der Ware und die Übermittlung der mTAN auf verschiedenen Übertragungswegen erfolgen. Doch trickreiche Betrüger aus dem Internet infizieren jetzt den PC des Users, um an die Transaktionsnummern auf dem Handy zu gelangen. Spezielle Schadsoftware versucht, den Nutzer dazu zu bekommen, seine Handy-Daten (Mobilfunknummer sowie sein Handymodell oder die IMEI-Nummer) am PC einzugeben, um angeblich notwendige Updates auf das Smartphone zu schicken. Folgt der Nutzer dem Link, den er dann auf sein Handy bekommt, läd er sich jedoch die Schadsoftware direkt auf sein Mobilfunkgerät – und diese liest die mTAN dann bei weiteren Transaktionen mit.

Bisher haben es die Hacker aus dem Internet „nur“ auf Online-Banking-Kunden abgesehen, weil sich mittels der TAN-Lese-Methode vor allem Überweisungen manipulieren lassen. Wer seinen Paketversand mittels mTAN schützt, kann sich demnach dabei gänzlich sicher fühlen. Trotzdem sollte man immer misstrauisch sein, wenn man auf Internetseiten plötzlich andere Daten eingeben soll, als dies sonst der Fall ist. Ein weiterer Hinweis sind die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler der oft maschinell ins Deutsche übertragenen Texte. Und Links aus unbekannten Quellen sollte man weder auf dem PC, noch am Smartphone folgen.

Fazit: Die neue mobile TAN ist bei der Paketabholung eine bequeme und einfache Methode, die den Empfängern und Versendern von Paketen viel Sicherheit bietet!

Autor: Anke Wittkopp

Zurück

Einen Kommentar schreiben