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Girogo Geldkarte

2012-04-23 19:44 von DMadmin (Kommentare: 0)

Eine neue Geldkarte mit viel Potential

Girogo Geldkarte

Die Sparkassen und Raiffeisenbanken planen eine neue Form des bargeldlosen Bezahlens einzuführen, am 17. April 2012 ist zunächst das Pilotprojekt für dieses neue System "Girogo" gestartet.
Ermöglicht wird dies durch eine Art EC-Karte. Diese wird durch den Besitzer, ähnlicher einer Geldkarte, aufgeladen und kann anschließend genutzt werden, um kleiner Beträge, bis zu 20 Euro, einfach und schnell zu bezahlen. Dies wird dadurch ermöglicht, dass weder ein PIN noch eine Unterschrift nötig sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen EC-Karten, wird die Karte beim System Girogo einfach an ein Lesegerät gehalten und zahlt dann automatisch den Betrag.

Warum gibt es Girogo?

Girogo wird eingeführt um das Bezahlen kleinerer Beträge zu erleichtern. So nutzen wenige Leute bei kleineren Beträgen eine normale EC-Karte, da es mit PIN - Eingabe oder Unterschrift verhältnismäßig lange dauert den Bezahlvorgang abzuschließen. Die Alternative zur bargeldlosen Zahlung ist die Zahlung mit Bargeld.
Hier stört viele Leute das damit verbundene Kleingeld. So kann eine Geldbörse schnell unhandlich werden, wenn sich zuviel Kleingeld in ihr befindet. Zudem entsteht auch beim Bargeld eine gewisse Wartezeit. So sucht man entweder selbst das passende Kleingeld zusammen, oder lässt sich sein Geld wechseln.
Bei Girogo hingegen entsteht keine Wartezeit. Die Karte wird einfach in die Nähe des Lesegerätes gehalten und der Zahlungsvorgang erfolgt automatisch.

Gibt es bei Girogo besondere Risiken?

Bei einer Girogo Karte besteht, wie auch bei normalen EC-Karten und Bargeld, das Risiko, dass diese gestohlen oder verloren wird.
Hiermit verbunden ist, dass ein Dritter mit der Karte bezahlen kann. Jedoch können lediglich Einkäufe mit einem Wert von maximal 20 Euro bezahlt werden. Auch kann die Karte höchstens mit 200 Euro aufgeladen sein. Somit wird ein hoher Schaden, wie er bei dem Verlust von Bargeld oder einer EC-Karte eintreten kann, verhindert.
So ist es einem Dritten schließlich auch bei einer EC-Karte möglich diese zum Einkaufen zu benutzen, wenn er entweder die Unterschrift des Karteninhabers nachahmt oder seinen PIN in Erfahrung bringt. Hier ist zudem das Abheben und Bezahlen von deutlich höheren Beträgen möglich.
Zudem kann man eine Girogo Karte, wie auch andere EC oder Kreditkarten, über eine Hotline sperren lassen.

Wo kann die neue Karte eingesetzt werden?

Girogo ist noch nicht in allen Geschäften einsetzbar. Dies ist dadurch bedingt, dass die Geschäfte auch die nötigen Geräte besitzen müssen. Bisherige Partner des Girogo - Pilotprojekts sind zurzeit beispielsweise alle EDEKA - Märkte, Esso Tankstellen sowie Douglas Geschäftsstellen. Natürlich sind nach Abschluss des Pilotprojekts auch weitere Partner geplant.

Was kann mit der neuen Karte bezahlt werden?

Es ist, vorausgesetzt die Karte ist aufgeladen, möglich alle Einkäufe, bis zu einem Betrag von 20 Euro, bei teilnehmenden Partnern zu bezahlen. Der Höchstbetrag von 20 Euro ist somit auch ein zusätzlicher Schutz, wenn die Karte gestohlen oder verloren wurde. So kann auch eine andere Person bei einem Einkauf mit der Girogo Karte höchstens 20 Euro auf einmal bezahlen. Auch ist es nicht möglich die Karte bei einem Zahlungsvorgang, welcher den Betrag von 20 Euro übersteigt, mehrmals an das Lesegerät zu halten, um somit einen höheren Betrag zu erreichen.

Wie kann man eine solche Karte bekommen?

Am 17. April 2012 wurde die Girogo Karte in Betrieb genommen. Zunächst wird sie von Sparkassen und den Raiffeisenbanken angeboten und an deren Kunden verteilt. Bekommt man also eine neue EC-Karte, enthält diese nun auch automatisch die neue Funktion Girogo. Auch kann man sich, bei Interesse, auch direkt an seine Bank wenden und eine neue Karte, mit dieser Funktion, bestellen.

Erhält man diese Karte, ist eine sofortige Nutzung der Girogo Funktion jedoch nicht möglich. So muss diese zunächst mit einem Betrag, bis zu 200 Euro, aufgeladen werden. Somit kann jeder selbst entscheiden, ob er die neue Funktion nutzen möchte oder nicht.

Wie lädt man seine neue Karte auf?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Girogo Karte aufzuladen. Grundsätzlich ist es nur möglich die Karte mit bis zu 200 Euro aufzuladen. Dies ist ein Schutz vor Missbrauch der Karte durch einen Dritten. Das Geld wird direkt vom Konto des Nutzers auf die Girogo Karte transferiert.
Zum einem gibt es die Möglichkeit, die Karte an einem Geldautomaten der eigenen Bank aufzuladen, dies erfolgt mit Eingabe des PIN`s und anschließender Auswahl der Auflade-Funktion.
Eine zweite Möglichkeit, welche ebenfalls mit PIN Eingabe funktioniert, ist die Aufladung an der Kasse eines Supermarktes. So erfolgt die Aufladung der Karte, mit dem gewünschten Betrag, durch den Kassierer bzw. die Kassiererin des Sumpermarktes. Zusätzlich muss der PIN durch den Besitzer der Karte eingegeben werden um die Aufladung zu ermöglichen.
Auch ist es möglich die Karte, wenn man einen Kartenleser besitzt, selbst im Internet aufzuladen. Auch gibt es in Zukunft die Möglichkeit, die Karte mit einem NFC-Fähigen Smartphone aufzuladen.
Eine weitere Möglichkeit der Aufladung ist zudem das ABO-Laden. Hier wird die Karte automatisch aufgeladen, wenn auf dieser zu wenig Geld für die Zahlung des fälligen Betrages ist. Der Betrag, welcher dann automatisch auf die Karte geladen wird, muss vorher vom Eigentümer der Karte festgelegt werden. Auch muss der Eigentümer das ABO-Laden selbst einrichten und erlauben.

Fazit

Die Girogo Funktion der neuen EC-Karten stellt somit eine einfachere und schnellere Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs dar. Diese vereinfacht nicht nur den Zahlungsprozess, sondern ist auch durch verschiedene Sicherheitsvorkehrungen gegen eine Fremdnutzung gesichert.

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